corona: der preis der normalität

Heute ist der 29. April 2020. Dieser Tage sind nach den Zählungen der Johns Hopkins Universität weltweit knapp über drei Millionen Menschen nachgewiesenermaßen mit dem Coronavirus infiziert, und deutlich mehr als 200.000 infizierte Menschen sind inzwischen gestorben[1]. In einigen Ländern steigen die Infektionszahlen weiter rapide an; in anderen Ländern flacht die Kurve der Neuinfektionen anscheinend aktuell ab[2]. Seit einigen Wochen gibt es deshalb vielerorts erste vorsichtige Schritte zur Lockerung der Beschränkungen, die zur Eindämmung der Verbreitung des Virus eingeführt worden waren. Dabei ist manchmal die Rede von einer “Rückkehr zur Normalität”, oft aber auch davon, dass wir uns auf eine “neue Normalität” einstellen müssen, “weil nichts mehr so funktioniert wie damals”[3].

Egal, ob “alte” oder “neue” Normalität: Der Gedanke der Normalität an sich impliziert, dass wir kollektiv zu einer gewissen Verlässlichkeit von Rahmenbedingungen (zurück-) finden, innerhalb derer wir dann individuell unser Leben (wieder) planen und gestalten können.

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corona: vier fragen einer einzelnen frau

Heute ist der 14. April 2020. Zur Stunde sind nach den Zählungen der Johns Hopkins Universität weltweit fast 2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, und mehr als 120.000 infizierte Menschen sind inzwischen gestorben[1]. In den letzten zwei Wochen hat sich die Geschwindigkeit der Ausbreitung des Virus in vielen Ländern – zumindest diesen Zahlen nach[2] – verlangsamt. Einige Länder in Europa beginnen deshalb dieser Tage damit, die strikten Beschränkungen des “Lockdown” der letzten Wochen schrittweise zu lockern: In Dänemark nehmen in dieser Woche Kindergärten und Grundschulen die Arbeit wieder auf; in Österreich öffnen erste Geschäfte; in Spanien fahren Arbeitnehmer wieder in ihre Betriebe und Unternehmen[3].

Für Deutschland hat die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gestern eine Stellungnahme mit dem Titel “Coronavirus-Pandemie. Die Krise nachhaltig überwinden” vorgelegt[4], in der in sieben Kapiteln Empfehlungen zum weiteren Umgang mit der Pandemie in Deutschland formuliert werden.

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The Banality of Morals

Today is April 2nd, 2020. As of today, the Johns Hopkins University’s Corona Virus Resource Center reports well over 900,000 confirmed cases globally and just short of 50,000 deaths[1]. Compared to when I wrote my last post two weeks ago, this is more than four times the number of confirmed cases and more than five times the number of deaths. Three countries – the United States, Spain, and Italy – now count more confirmed cases than the whole of China, where the virus originated, and the death toll in all three countries has also surpassed China’s.

Many countries have reacted to the situation with sigificant lockdowns, cancelling all public events, closing schools, universities, shops, and restaurants, and confining citizens to their homes. According to recent analysis, these lockdowns have already prevented another 60,000 deaths in Europe alone[2].

At the same time, the lockdowns are creating political, economic, social, and psychological challenges of a magnitude which most countries have not witnessed for decades.

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